forbidden ist

der raum ohne fenster, sorgfältig hinter mir versperrt. für die gedanken, die niemand hören will, die verstören, verletzen, traurig machen. und die ich deshalb mit niemandem teilen kann, den ich liebe oder der mich liebt. ein einsames zimmer für alles, was in mir ein schattendasein fristet.

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Kommentare

bis jetzt hast du dich...
bis jetzt hast du dich dauernd beklagt, dass dir alles...
mac38 - 17. Jan, 00:32
bis die kinder in die...
bis die kinder in die pubertät kamen, habe ich...
morgenröte - 13. Jan, 09:00
kinder (nicht nur kinder)...
kinder (nicht nur kinder) wollen nicht wegen ihrer...
mac38 - 12. Jan, 22:39

Freitag, 13. Januar 2012

traurig

jetzt sieht es wirklich so aus, als ob hier alles auseinanderfliegt. der große hat sich entschlossen, mit einem freund zusammenzuziehen und der kleine reagiert darauf, daß ich ihm endgültig seinen pc weggenommen habe, mit umzugsplänen zu seinem vater. N ist dünner denn je und leidet massiv unter schlafstörungen. womöglich landet sie dieses jahr wieder in einer klink. also geht mein traurigster wunsch offenbar doch dieses jahr in erfüllung - wieder allein zu leben.

und das nach jahren der bemühungen, den kindern zu geben, was sie brauchen - platz, geld, freiheit, beständigkeit, wärme. alles umsonst, weil die tochter lieber hungert und der kleine lieber zockt, als sich für die familiäre gemeinschaft einzubringen?

Mittwoch, 11. Januar 2012

wie geht "stolz sein"?

ich frage mich immer wieder, warum du zu deinen kindern keine stabile beziehung schaffst.
meine kids waren/sind auch keine genies. aber ich war und bin grundsätzlich stolz auf sie und bin mir (so gut wie) sicher, dass ich sie immer lieben werde.
mac38

ich befürchte, ich bin auf nichts und niemanden "stolz". ich freue mich für andere, wenn sie gute leistungen erbringen. bei den kindern, weil es sie weiterbringt, bei meinen kollegen, weil es uns alle weiterbringt. ich freue mich über mich selbst, wenn mir etwas gelungen ist, was mir zuvor nicht gelingen wollte. ich freue mich über K, weil er ist wie er ist und ich ihn liebe. weil er klug ist und mutig und sensibel und weil wir miteinander weiterkommen. ich freue mich, wenn es meinen kindern gut geht und ich steuere dazu bei, was ich nach kräften beisteuern kann.

aber stolz? vielleicht wäre ich stolz, wenn sie dauerhaft außergewöhnliches leisten würden - in der schule, im sport, charakterlich. aber ihre leistungen sind auf jeder ebene bestenfalls durchschnittlich. vielleicht wäre ich stolz, wenn sie später als ärzte in katastrophengebieten leben retten würden. aber wenn sie stattdessen als soldaten kriege unterstützen würden, könnte ich nicht stolz auf sie sein. vielleicht wäre ich stolz, wenn sie drillinge bekämen und ganz wunderbare eltern würden. aber wenn sie zu den braunen überlaufen und ausländer klatschen würden, könnte ich nicht stolz auf sie sein.

ich weiß, eltern müssen ihre kinder bedingungslos lieben. das wissen die kinder auch. aber ich liebe niemanden bedingungslos. wer mich schlecht behandelt, den liebe ich irgendwann weniger bis gar nicht mehr. und kinder behandeln ihre eltern mit steigendem alter immer häufiger schlecht. und stolz auf sie kann ich dann schon gar nicht mehr sein.

immer noch erstaunlich

der erneute verliebtheitsschub hält bei K unvermindert an. seit er sich entschlossen hat, einen teil seiner ängste zu überwinden und erfahren hat, daß die welt trotzdem nicht untergeht, erfreuen wir uns einer sehr harmonischen, liebevollen, freieren und fröhlicheren partnerschaft als je zuvor. eigentlich erübrigt sich dadurch das virtuelle flirten mit anderen männern, aber ich gehe lieber auf nummer sicher und halte mir den einen oder anderen kontakt warm.

hauchdünn

gestern habe ich zufällig die mutter von veronika im studio getroffen. beim reden über N sind mir nach ein paar gewechselten sätzen fast die tränen hochgekommen. ich hab mich im alltag mit dem jämmerlichen anblick meiner tochter arrangiert, aber mein inneres trauert mehr denn je. wie sehr, ist mir gestern überhaupt erst wieder bewußt geworden.

Freitag, 23. Dezember 2011

süchtig nach reizen

irgendwie hungere ich immer. entweder lechze ich nach aufputschmitteln oder nach schokolade oder nach sex. immer nach kontakt. einfach nur sein mit mir geht nur beim sport. oder wahrscheinlich - wenn ich denn mal dazu käme - beim schreiben, malen, lesen, wandern. manchmal denke ich, ich führe eine art ersatzleben für mein eigenes, das ich nicht lebe. und bin deshalb nie gesättigt.

...

ich versuche jetzt, alles von dir fernzuhalten. keine verzweiflung mehr wegen der kinder, keine atemlosigkeit mehr wegen dem job. du bist einen großen schritt für uns gegangen und so will ich auch einen schaffen. ob es der richtige ist, weiß ich nicht, aber die kinder und der job drängen sich häufig zwischen uns, also versuche ich, beides auszublenden, wenn ich mit dir bin. ich genieße unsere nähe, auch wenn sie sich nicht mehr so ungetrübt und unmittelbar anfühlt wie früher. ich traue mich noch nicht wieder, an gemeinsame zukunft zu denken, aber ich habe auch keine endzeitgedanken mehr. ich flirte immer noch virtuell mit fremden männern, um mich nicht wieder vollständig auf dich zu verlassen, obwohl ich auf reale treffen gar keine lust habe. am liebsten wäre ich wieder ganz und gar deine, aber ich habe sorge, daß du dich dann wieder eingeengt fühlst.

martirium

L's werte sind schlechter denn je. kaum auszuhalten der gedanke, wie sehr ihm dieser zustand minute für minute die gesundheit angreift. und dennoch muss ich ihn selbst handeln lassen, denn es ist sein körper und ich kann ihn nicht zwingen, ich kann ihn höchstens überzeugen. letztendlich ist es das gleiche wie bei N. wenn ich sehe, wie dünn sie ist, möchte ich am liebsten davonlaufen. sie ruinieren sich beide ihre gesundheit auf jahre, womöglich lebenslang. fast unmöglich auszuhalten, wo doch ihre gesundheit mehr als ein jahrzehnt lang mein hauptanliegen war. wozu stillen, biofutter, ganzheitliche medizin, qualitätsspielzeug, viel bewegung in der natur, kunsterziehung und, und, und, wenn sie sich jetzt in ein paar jahren irreparable schäden zufügen??? von der psychischen komponente ganz zu schweigen? wofür bin ich nacht für nacht aufgestanden, um zu trösten, zu messen, zu spritzen, in den schlaf zu wiegen? der jahrelange schlafentzug wird mich ein paar lebensjahre kosten und das letztlich für nichts?

Mittwoch, 21. Dezember 2011

fazit:

nun ist es auch mit L so - der faden reisst ab. das eine waren die kleinen kinder, die aus heutiger sicht viel zu schnell groß geworden sind. das andere sind diese aliens, die aussehen wie meine kinder, es aber nicht sind und auch nicht sein wollen. es sind individuen, die mir ziemlich fremd sind, was traurig einerseits und ein glück andererseits ist. denn nur mit großem inneren abstand läßt sich aushalten, zuzusehen, was sie mit sich und ihrem leben machen.

die übliche arschlochnummer

gestern abend wieder ein erlebnis der besonderen (und aus alten zeiten wohlbekannten) art: M bringt L vom krankenhaustermin nach hause, stürmt durch meine wohnung und bestimmt, daß "ein ernsthaftes gespräch geführt werden muss". ich sage, daß ich jetzt keine zeit habe, aber das interessiert ihn wie üblich nicht. er schreit los, daß L einen superschlechten kontrollwert (10,5) habe und daß wir jetzt sofort die "reset-taste drücken müssen". ich sage, daß ich nicht mehr machen kann als L an seine pflichten erinnern - wenn er nichts macht oder mich anlügt, könne ich es nicht ändern. M schreit, ich solle aufhören, mich zu entschuldigen, ich sei verantwortlich für die schlechten werte. ab da bin ich auch lauter geworden: "ich bin nicht verantwortlich für die werte! L ist selbst dafür verantwortlich, sich um seine gesundheit zu kümmern." M schreit: "keine schuldzuweisungen! die ärztin wird das jugendamt einschalten, wenn L nochmal so schlechte kontrollwerte hat! das sei verwahrlosung!" ich: "das kann sie ruhig machen. und wenn du meinst, du kannst das alles viel besser, nimm du doch mal ein paar jahre deine kinder!" M: "typisch - du schmeisst ja immer alles gleich hin!" "ach ja? ich schmeisse immer alles gleich hin????? ich mache das hier jetzt seit 6 jahren alleine!!!" dabei winke ich richtung N, die am tisch sitzt und zuhört. M fragt, was er denn machen solle, ob er L jetzt gleich mitnehmen solle??? ja, sage ich, habe ich kein problem mit. ja, das sei eben das typische, ich schmeisse immer alles gleich hin, schreit M zurück. aber mitgenommen hat er L nicht.

ach ja, ich vergaß - M fand L mittags seit zwei stunden vor der haustür stehend vor. L hatte seinen schlüssel vergessen. M sah darin den beweis, daß ich "wie immer" nichts tue. das hatte er auch damals in der trennungsphase mehrfach geäußert - daß ich "den ganzen tag lang nichts tue".

es wird zeit, daß ich genau das tue: mich zuallererst nur noch um MEINE angelegenheiten kümmern!

ach und noch was: ich habe trotzdem gut geschlafen!!!! :-)

Freitag, 16. Dezember 2011

wiedergewonnen

"...einer, der sich freut, wenn er mich sieht. einer, der heiß wird, der mich anknabbern will, der den kopf verliert in meiner gegenwart. einer, der vorbehaltlos MICH will. K war mal so. genau so. vorbehaltlos. bedingungslos. einfach für mich da...." 22.08.2011

jetzt ist er wieder so. K hat lust auf mich, entwickelt phantasien, freut sich über meine. keine probleme mehr mit nähe, im gegenteil - er genießt meine hingabe, will mich in seinen armen und händen zerfliessen sehen, folgt mir innerlich schritt für schritt durch sämtliche türen, macht sich zum mittelpunkt meiner lüsternden szenarien. erstaunlich, wie ein mann mal so und mal ganz anders sein kann - das kannte ich in dieser intensität bisher nur von mir selbst.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

wie

kann man einen menschen lieben, der sich selbst zerstört?

merkwürdige frage, wenn man bedenkt, daß ich mein ganzes leben lang menschen geliebt habe, die sich selbst zerstören. O mit alkohol, M mit seiner abkehr von gefühlen, Th schließlich mit seiner abkehr vom leben schlechthin. meine liebe bestand darin, diese männer davon zu überzeugen, daß das menschliche dasein mit allem drum und dran lebens- und liebenswert ist. aber war das liebe? oder habe ich damit nur mir selbst bewiesen, daß das leben sich lohnt? wäre ich ohne diese beweise selbst nicht mehr lebendig? oder habe ich mein leben an diese missionen verschwendet?

sicher ist aber, daß sich mit meiner trennung von Th alles gewendet hat. ich habe meine (überlebens-)freude gegen ihn verteidigt und damit zum ersten mal eine grenze gezogen.

gestern auf dem weihnachtsmarkt hat N entgegen ihrer vorherigen zusage wieder jegliches essen abgelehnt. inzwischen kann sie keinen fisch, kein fleisch, kein brot mehr essen. ich glaube ihr sagar - sie ernährt sich seit dem abbruch der therapie im sommer zu 90% von kleinsten mengen süssigkeiten. sie hat erbärmlich gefroren und wirkte mehr denn je wie ein vogel, der gleich umfällt. anfangs gingen wir sogar arm in arm unter einem gemeinsamen regenschirm über den markt, aber nachdem sie alle angebote, etwas zu essen oder zu trinken, abgelehnt hatte, konnte ich die zärtlichkeit, die ich einige male an diesem nachmittag für sie empfand und die mich an unsere frühere vertrautheit erinnerte, nicht mehr ertragen und zog mich innerlich weit von ihr zurück.

mir wurde klar: ich kann meine liebe zu ihr nicht aushalten, wenn sie sich hungern läßt.

Montag, 12. Dezember 2011

über grenzen

wunderbares wochenende mit einem neu erweckten mann, der den nächsten schritt versucht. tanzen, nähe, sex auf einem autobahnparkplatz unter vollmondbeleuchtung. gespräche, die nicht zerstören. zärtlichkeit, hingabe, freude. nach so erfüllten tagen stellt sich mir sofort wieder die frage nach dem nutzen meines kräftezehrenden jobs. ach ja, ich vergaß - ich gehe ja arbeiten, um mir ein leben im alter an der seite meines engels leisten zu können...

Mittwoch, 7. Dezember 2011

eine neue tür

"da ist etwas in mir, das sich wehrt, dich weiterzulieben." bewegendes gespräch mit einem um fassung ringenden mann. zum ersten mal in meinem leben bin ich in einer solchen situation emotional auf sicherem grund, kann klar denken, offen fühlen. ich weiß, daß auf uns der nächste schritt wartet - der schritt aufeinander zu in eine noch größere nähe oder der schritt voneinander fort. der nächste schritt zueinander würde bedeuten - abschied von der verliebtheit, von der rosaroten brille. wir kennen uns nun auch von weniger schönen seiten und können sie nicht mehr leugnen. wenn wir jetzt erneut "ja" zueinander sagen, bejahen wir auch die existenz unserer alten geschichten, unserer ängste, unserer unfähigkeiten. wir lassen uns bewußt auf die nähe mit einem menschen ein, den wir inzwischen weniger zu kennen glauben als in den ersten wochen unserer jungen liebe. "liebst du mich noch?" "wer bist du denn???" der nächste schritt bedeutet, konflikten nicht mehr ausweichen zu können. K sieht sich erneut mit seinen ältesten ängsten konfrontiert - sich in keine lern- und anpassungssituation begeben zu können, ohne sich als "dummer junge" zu fühlen. im gespräch erkennen wir plötzlich, daß sein wunsch nach mehr alleinsein - "lass mich einfach mal in ruhe!" in wirklichkeit ein fluchtmechanismus ist, mit dem er schon seine ehe und die beziehung zu seinen kindern ruiniert hat. ich bin fast ein bißchen erschrocken über die tragweite dessen, was wir in diesem moment berühren, aber dennoch ist mir klar: mit mir wird es keine beziehung geben, in der wir uns aus dem wege gehen, sobald wir an alte wunden rühren. entweder wachsen wir jetzt miteinander und erobern uns gemeinsam ein ganz neues leben oder ich bin allein und kann dann wenigstens meine freiheit genießen und auf dieser ebene neuland erkunden. aber gebunden in einer beziehung stillstand und distanz auszuhalten, um keine konflikte austragen zu müssen, ertrage ich nicht mehr. K ring verzweifelt mit seinem "dummen jungen" - in diesem gespräch, beim tanzen, beim malen, beim "am leben lernen". er fühlt trotz, abwehr, wut. wohin mit all diesen gefühlen? lass sie raus, sage ich. wir wissen doch jetzt, daß es sie gibt. wenn du diese ängste wirklich mit mir zusammen überwinden willst, wird dir dein wille allein schon helfen, anders zu reagieren als dichtzumachen und wegzulaufen. bleib offen für mich und werde nicht persönlich. meide nicht die situationen, die du fürchtest, sondern suche sie. es wird nicht leicht sein, aber leichter als du denkst und du bist nicht allein - ich helfe dir! seit dem gespräch sind wir liebevoller zueinander, zärtlicher, aufmerksamer. aber auch ehrlicher, spontaner. ich bin gespannt, wann wir das nächste mal tanzen...

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